262 - 2 Sgr. milchiggraublau, zwei Exemplare der sog. "Hallenser Postfälschung" auf Aktenausschnitt mit Dienstsiegelstempel der Oberpost-Direktion Halle. Aufgrund der deutlich abweichenden Druckfarbe wurde amtlicherseits angenommen, dass es sich um Postfälschungen handelte und diese Marken zur Untersuchung in die Akten genommen. Hierzu existieren drei Aktenstücke durchnummeriert: "1" mit einer Einzelmarke, "2" mit einem Paar aus der Thalmann-Sammlung, der ebenso wie z.B. Paul Ohrt die Marken auch deshalb für eine Fälschung hielt, weil das Belegstück mit der Nummer "1" (Reichspostmuseum) rückseitig den Vermerk trug "Geschenk des Herrn Postrath Billig, in Halle a.S. fabriciertes Falsum. Die Täter sind mit Zuchthaus bestraft". Sowie das vorliegende Aktenstück Nr. "3" (ex Boker, Attest Bringmann). Wahrscheinlich dürfte es sich jedoch um den Druck von einer stark abgenutzten Platte oder um in Verkehr gebrachte Makulaturstücke handeln, die deutlich abweichende Druckkonturen zeigen, so dass sie in jedem Fall von philatelistischem Interesse sind! Das vorliegende Stück wurde erstmalig auf der 33. Ebel-Auktion 1951 angeboten und ist bei Thalmann auf S. 6 beschrieben und abgebildet( ) - Katalog: 17(Pfä) (Ausruf: 800,--)
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