"Dierdorf", (1790), Schreibschrift-L1 "de Dierdorp." klar auf Brief mit Teilinhalt nach Lippe-Detmold. Der Stempel ähnelt der Type Nr. 1 (1200,- Euro) bei Feuser, ist jedoch in anderer Typographie und Schreibweise und das bisher einzig bekannte Belegstück für diesen Stempel. Zuletzt versteigert 100. Rauhut 2006
"Goerlitz-Kohlfurt", klarer roter Bahnpost-Ra3 auf sauberer Kopf-Ganzsache 3 Sgr. gelb nach Dresden, ex Stautz, sign. Banker
"Heimersleben", 1808, "Königl. Preuß. Post-Amt" (hs. geändert in "Westphäl. Postamt"), sehr seltener Estaffettenpass (mit großem preuß. Adler) für eine Sendung an den "Capitularen Obrist Lieutnant Grafen von der Schulenburg, gegenwärtig in Delitz an der Saale", nach Hornhausen, mit den Quittierungen der Postämter Aschersleben, Cönnern und Halle a.S. (unauffällige Papierausbesserungen am linken Blattrand, Doppelfolio). Gerhard von Schulenburg (1763-1818) übernahm den Vorsitz des Wahlkollegiums des Ober-Departements und war 1808 und 1810 Präsident der Reichsstände des Königreiches Westphalen. König Jeromé Bonaparte hatte 1807 vergebens versucht, ihn für den Staatsdienst zu gewinnen
"Kronweiler", sehr klarer Grotesk-K1 auf Luxusbrief 1 Sgr. karmin vom 11.8.1867 nach Birkenfeld, sehr selten (ex Dr. Häuser)
"Lublinitz", 1830, L2 auf sehr frühem Südamerika-Brief nach Rio de Janeiro/Brasilien, adressiert an einen Grafen der Österreichischen Gesandschaft in Rio, gelaufen "Recommandé" über die Adresse der Österreichischen Botschaft in London
"Minden", 1709, "königlichen Preußischen Posthaus", ausserordentlich früher Ortsdruck-Postschein (wohl einer der frühesten gedruckten deutschen Postscheine überhaupt), sowie 1714 ("Post-Hauß") und 1726 in größerer Typographie, gesamt drei verschiedene, sehr seltene Ortsdruck-Postscheine
"Mühlhausen. Harz DP.", 1808, 10.8., klarer, bislang unbekannter provisor. westphäl. L1, nebst L1 "R.1.FRANCFORT" und L3 "ALLEMAGNE PAR STRASBOURG" auf Brief nach Beaune, dazu Brief aus gleicher Korrespondenz mit L2 "MÜHLHAUSEN 2. APR. 13", ein Unikat von Liebhaberwert (Feuser nicht gelistet)
"Prüm", 1812, "101 PRUM" und rückseitig "DÉB. 101 PRUM", klare L2 auf interessantem, versehentlich nach Prüm statt nach Coblenz adressiertem Retourbrief, der Deboursé-Stempel von Prüm ist eine große Vorphila-Rarität!
"Berlin Post-Exp. 9 Potsdamer Bahnh.", violetter (!) Ra3 vom 23.11.1864 klar zweimal auf frischem Post-Ins.-Document (rechts minimale Randschürfung). Der Stempel ist in violett nur von diesem Tag bekannt, wohl Unikat!
"Berlin", 1856 (29. Juni), der rote Ra2 des Hofpostamtes, mit offener Rosette und teilaptiert ohne Uhrzeit, als Aufgabestempel verwandt auf Postsache des Hofpostamtes (Nachforderung von 1 Sgr. Gebühr für einen Zollschein nach Lübeck per "Auslagen"). Bisher war dieser Stempel in rot nur einmal als Aufgabestempel registriert (Kuphal-Slg., Zuschlag DM 3000,-), dies ist das zweite bekannte Belegstück und Stempelrarität von Berlin. KHBW 32, "LP", Kruschel Seiten 184/185
1/2 Sgr. ziegelrot im Paar aus der linken oberen Bogenecke auf Kabinettbriefstück mit NS "1036" (Neustettin), sign. Engel
1/2 Sgr. ziegelrot, zwei Paare in Mischfrankatur mit Paar 3 Sgr. orange auf Paketbegleitbrief (drei Falten ausserhalb) mit NS "1170" und Ra2 "Proeculs" nach Königsberg. Alle Marken voll- bis breitrandig. Attest Brettl: "Eine seltene Frankatur in schöner und feiner Gesamterhaltung."
1/2 Sgr. rotorange, 2 Sgr. tiefblau (Plattenfehler "heller Fleck in der rechten Rosette", Handbuch G2) und 3 Sgr. orange in Mischfrankatur mit Wappen 4 Pfge. grün auf großformatiger Kopf-Ganzsache 1 Sgr. rosa, mit Ra2 "Münster" als Paketbegleitbrief nach Berlin. Die 4 Pfge. hat unten einen verklebten Randfehler, die drei Kopfmarken sind einwandfrei (3 Sgr. etwas "Lupenrand"). Eine einmalige Fünffarben-Frankatur-Kombination an bekannten Empfänger "Bielefeld" von dekorativer Optik. Sign. Pfenninger, Banker
1/2 Sgr. ziegelrot (rechts berührt) in wertgleicher Mischfrankatur mit Wappen 6 Pfge. rotorange und 1 Sgr. rosa auf Ganzsache 1 Sgr. rosa (diese vs. links unten kleine Abriebstelle) mit idealem Ra2 "Paulinenaue". In dieser Form sehr seltene wertgleiche Kombination aus der Haub-Sammlung. Attest Jäschke-L.
1/2 Sgr. ziegelrot, Paar und Einzelstück 4 Pfge. grün sowie Dreierstreifen 3 Sgr. orange auf Wert-Paketbegleitbrief mit vorphil. K2 "Willebadessen" nach Marschalshagen bei Lichtenau. Das Paar der 4 Pfge. rechts berührt (unauffällig), sonst alle Marken voll- bis breitrandig. Dekorative Anordnung der Frankatur, sowohl seltene Kombination als auch sehr späte Verwendung der Nr. 1 in 1862. Portogerecht mit 10,5 Sgr., hiervon 10 Sgr. für den Paketbegleitbrief in der 3. Entfernungsstufe mit knapp 20 Pfd. = dreimal 20 mal 2 = 120 Pfg. (also 10 Sgr.) plus 6 Pfge. für die Wertangabe unter 50 Thalern. Ein altbekanntes Stück aus den Sammlungen Blecher, Müller und Metzer, zudem Titelfoto des Preußen-Rundbriefes Nr. 168. Sign. Meier, Kruschel, Banker
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