Feldpost, 1794, 29.3., Ypern/Westflandern, kleiner, rückseitig unkompletter Brief mit sehr seltenem L1 "V.D. ARMEE" nach Lüneburg, es sind nur wenige Belegstücke bekannt, beiliegend ein Erlass, Feuser 331, 1500,-. Im Jahre 1792 veranlasste König Georg III. die Aufstellung eines Hannoverschen Korps von ca. 13.000 Mann, die im englischen Sold standen. Bei diesem Korps, welches in Flandern ab Mai 1793 einsatzbereit war, befand sich auch ein von der Königlich Kurfürstlichen Hannoverschen Post eingerichtetes Feldpostamt. Wie aus der Verordnung vom 22. Mai 1793 hervorgeht, bestand eine Briefbeförderung von Hannover bzw. Nienburg nach Lüttich und zurück zu den sich in den Niederlanden befindlichen Truppen der Hannoveraner. Von Lüttich wurden die Briefe durch die in den Niederlanden tätige Thurn und Taxis-Post zu den Hannoverschen Truppen weiterbefördert. Portofreiheit bestand für Briefe des Militärs von und bis Lüttich. Für die Weiterbeförderung in den Niederlanden verzichtete die Postverwaltung von Thurn und Taxis auf 1/4 des gewöhnlichen Portos (abgebildet im ArGe-Handbuch)
Feldpost, 1849, 20.6., kleiner Kabinett-Offiziersbrief der Mobilen Brigade mit klarem L2 "KÖN. HANNOV. FELD-POST" nach Landesbergen bei Nienburg (mit interessantem Inhalt betr. deutschem Aufstand, Frankfurter Verfassung, die Linken usw.)
Feldpost, 1858, 6.9., "LIEGNITZ", Ra2 auf Militariacouvert an Generalmajor von Sichard, z.Z. Chef des Generalstabs des 10. deutschen Bundes-Armeecorps in Hannover "oder im Lager bei Nordstemmen", vorderseitig L2 "KÖN. HANNOV. FELDPOST" und stummer Datums-K2 vom 17.9.(1858), von größter Seltenheit, Feuser 93, 3000,-. Der gleiche Stempel wurde später noch mit einem zusätzlichen blauen Zweikreisstempel ohne Ortsangabe, aber mit Datum bei einer Truppenübung des X. Bundeskorps bei Nordstemmen vom 12.-23. September 1858 eingesetzt. Rückseitig nochmals der stumme Zweikreisstempel in blau mit Datum 17.9. und Ankunftsstempel "ELZE 18. Sept.". Für die Zeit des Manövers war in Nordstemmen eine Feldpostexpedition eingerichtet worden, die von der bestehenden Postexpedition in Elze mit Arbeitshilfen versorgt wurde (ex Slg. Dieter Springer)
Feldpost, 1866, 19.6., Rossdorf (bei Göttingen), kleiner "Soldatenbrief" mit blauem K2 "K.HANNOV. FELDPOST" nach Ringelheim, es handelt sich um den ersten Verwendungstag des Stempels in diesem Krieg (Laufzeit 19.-28.6.1866, am 29.6. kapitulierte die hann. Armee in Langensalza), Feuser 91, 1500,- (nur einige Belege bekannt)
1 Ggr. schw./graublau, Kabinettstück auf Faltbrief mit seltenem L1 "Menslage" und nebengesetzt
1 Ggr. schw./graublau auf Luxusbriefstück mit schwarzem L1 "Vienenburg" voll. Aufgrund der Länge dieses Stempels ist ein vollständiger Abschlag eher ungewöhnlich!
1 Ggr. schw./graublau vom rechten Bogenrand auf Luxusbriefstück mit seltenem rotem K1 "Emden", Attest Berger
Attest siehe Abbildungen.
1 Ggr. schw./graublau, senkrechter Dreierstreifen in gutem, meist breitrandigem Schnitt, auf Kabinettbriefstück mit K2 "Celle", Attest Jäschke-L. Mi. 1000,- +
Attest siehe Abbildungen.
1 Ggr. schw./graublau, seltener senkrechter Viererstreifen vom Unterrand, allseits voll- bis breitrandig, unten mit Bogenrand, auf Briefstück mit K1 "Harburg", mittig nur im Zwischenraum Bugspur. Sign. Kruschel, Salomon, Attest Berger. Mi. 4000,-, aus der Burrus-Slg.
Attest siehe Abbildungen.
1 Ggr. schw./graugrün auf Luxusbriefstück mit schwarzem L1 "Berge", sign. Brettl, Feuser
1/30 Th. schw./lachsfarben auf Luxusbriefstück mit ideal zentrischem, besserem K2 "Neuenkirchen", sign. Berger
1/15 Th. schw./graublau, allseits voll- bis breitrandiges ungebrauchtes Kabinettpaar mit praktisch vollem Originalgummi (bei der rechten Marke an einer kleinen Stelle ergänzt). Schon ein Paar dieser lose ohnehin seltenen Marke ist eine Rarität, Mi. lose 1500,- +, ein Paar "-.-", aus der Burrus-Slg. Fotoexp. Berger, sign. Bühler u.a.
Attest siehe Abbildungen.
3 Pfge. rosa, meist sehr breitrandig, auf Luxusbriefstück mit K1 "Emden", sign. Pfenninger mit Attest. Mi. 450,-
Attest siehe Abbildungen.
3 Pfg. rosa, voll- bis breitrandiger waagerechter Kabinett-Dreierstreifen mit vollständigem L1 "Hoheneggelsen", eine schöne und seltene Einheit. Atteste Alcuri und Jäschke-L. Mi. 2000,-
Attest siehe Abbildungen.
3 Pfg. karmin, schwarz genetzt, seitlich Nebenmarke, allseits sehr breitrandiges, sauber gestempeltes Luxusstück, Fotoexp. Berger
Attest siehe Abbildungen.
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